Die InitiativGruppe (IG) steht für migrationssensible, diskriminierungskritische und diversitätsorientierte Sozial- und Bildungsarbeit. Wir gestalten die Migrationsgesellschaft mit! Unser Ziel ist die soziale, kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte. Diese konkretisiert sich in den Zugang zur Bildung, zur gesellschaftlichen Partizipation und zum Arbeitsmarkt. Dabei gehen wir von einem Menschenbild aus, das auf demokratischen und allgemein menschenrechtlichen Prinzipien beruht. Ausgrenzung, Rassismus, Sexismus und Fundamentalismus haben in unserer Einrichtung keinen Platz.

Die InitiativGruppe (IG) tritt für eine solidarische Gesellschaft gleichberechtigter Bürger_innen ein, in der alle Menschen sicher und frei leben können. In der Migrationsgesellschaft braucht es dafür integrative Strategien, welche die gleichberechtigte Teilhabe aller an gesellschaftlichen Ressourcen fördern. Integration ist dann gelungen, wenn Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte ohne Einschränkungen an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens teilhaben können.
Dieses Ziel erfordert einen wechselseitigen Prozess, zu dem staatliche Institutionen, die Bürger_innen der Mehrheitsgesellschaft sowie Zu- und Einwander_innen gleichermaßen beitragen. Die Grundlage dafür bietet unser demokratischer Rechtsstaat.
Wir sind überzeugt, dass gesellschaftliche Diversität durch Zu- und Einwanderung eine Quelle der Bereicherung für die Gesamtgesellschaft ist. Diesen Gedanken – ebenso wie das Gefühl der Zugehörigkeit – vermitteln die Mitarbeiter_innen unserer Einrichtung in der täglichen Kommunikation mit den Klient_innen.
Beispielhaft für eine solidarische Gesellschaft bilden wir eine Gemeinschaft, die sich für eine Kultur der Anerkennung von Diversität engagiert. Diversität ohne die Benennung und Bekämpfung von Diskriminierung und Ausgrenzung verkommt allerdings zur „Folklore“. In der IG pflegen wir eine diskriminierungskritische Haltung.
Unsere Angebote für Menschen mit Migrationsbiografie reichen von Integrations- und berufsbezogenen Deutschkursen über berufliche Orientierung und Qualifizierung, Zugang zum Arbeitsmarkt, frühkindliche Förderung, Schülerhilfen und Jugendarbeit bis hin zu sozialpädagogischer Beratung und Begleitung für Erwachsene sowie beruflicher Qualifizierung für Frauen.
Das Ziel der IG ist die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen, Frauen und Männern mit Migrations- und Fluchtbiografie in Schule, Beruf und Gesellschaft. In all unseren Projekten, auf allen Ebenen vermitteln und übersetzen wir zwischen unterschiedlichsten Kulturen und Lebensweisen, um Verständnis und Interesse für die Lebenssituationen und Erfahrungen von Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsgruppen zu wecken.
Im Mittelpunkt der Integrationsarbeit steht für uns die Bildung. Wir wollen, dass Menschen mit Migrationshintergrund ihre Bildungsziele bestmöglich erreichen. Wir richten unsere Bildungsangebote auf ein lebenslanges Lernen und Voneinander-Lernen aus. Wir betrachten migrationssensible Arbeit ganzheitlich: Mit unseren transkulturellen und interdisziplinären Qualifikationen, Erfahrungen und Kenntnissen sind wir in der Lage, uns professionell, empathisch, geschlechtssensibel und diskriminierungskritisch auf unterschiedlichste Migrationssituationen und Lebensverhältnisse der Menschen einzustellen. Anhand von Beratung, Qualifizierung und pädagogischer Arbeit erfahren unser Klient_innen eine porfessionelle Betreuung und Unterstützung in Bildungs- und beruflichen Angelegenheiten. Der Erfolg unserer Maßnahmen ist messbar sowie nachweisbar, um die Qualität unserer Leistungen nachhaltig sicherzustellen.
Die IG ist ein Ort der transkulturellen Begegnung. In unserer Einrichtung kommen Menschen unterschiedlicher Herkunft, geschlechtlicher Identität und jeden Alters zusammen. Sie nutzen die verschiedenen Angebote, die ihnen helfen, Zukunfsperspektiven in der Stadt, am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft individuell und gemeinsam zu entwickeln.
Dabei treffen sie auf Menschen, die sich für verschiedene Sprachen, Länder, kulturelle Ausdrucksformen und Perspektiven interessieren. So entsteht ein Raum, in dem Austausch, Neugier und gegenseitiges Verständnis wachsen können.
Engagierte Bürger_innen verschiedener Herkunft arbeiten aktiv als Ehrenamtliche im Verein. Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte engagieren sich gleichermaßen für Diversität und Inklusion und bereichern durch ihre Aktivitäten das Zusammenleben in der Stadt. Selbsthilfe und Selbsthilfeorganisationen von Menschen mit Migrationshintergrund werden gefördert und gestärkt.
Für alle Angestellten besteht Chancengleichheit, unabhängig von Geschlecht, geschlechtlicher Identität, Nationalität, Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexueller Orientierung. Wir sehen Vielfalt als Bereicherung und Chance zur Erschließung neuer Talente und Kompetenzen. Für die IG ist Diversity-Management fester Bestandteil des Vereinskonzepts.
Die IG bietet ein integrierendes und diskriminierungskritisches Arbeitsumfeld. Wir arbeiten in divers zusammengesetzten Teams. Die Mitarbeiter_innen haben gute und sichere Arbeitsbedingungen, setzen ihre Begabungen bestmöglich ein und gestalten ihre Arbeit eigenverantwortlich in enger Zusammenarbeit mit dem Team und der Leitung.
Dafür bürgen interne Management-Regelungen unter interkulturellen und gleichstellungspolitischen Aspekten im Bereich der Organisations-, Personal- und Qualitätsentwicklung.
Der Grundsatz, aus Vielfalt Nutzen für alle zu ziehen, gilt sowohl nach innen für unsere Mitarbeiter_innen als auch nach außen für unsere Klient_innen. Unsere Angebote und Leistungen sind für alle Menschen gleichermaßen geöffnet und zugänglich und basieren auf den Bedürfnissen der Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte.
.
Wir bauen die IG als anerkannte migrationssensible Sozial- und Bildungseinrichtung weiter aus, indem wir uns konsequent an den Bedürfnissen und Interessen unserer Zielgruppen orientieren. Mit unserer Arbeit geben wir wichtige Impulse, regen innovative Integrationskonzepte an und setzen sie um. Wir entwickeln uns kontinuierlich weiter und setzen neue Maßstäbe. Hierfür sind wir bereit zu lernen, bewährte Leistungen zu überprüfen und unser Angebot den sich wandelnden Bedürfnissen anzupassen.
Zu unserem Konzept gehört eine intensive Zusammenarbeit mit den Münchner migrationsspezifischen und sozialen Netzwerken im Bereich Integration, Arbeitsmarkt und Bildung sowie generell in den Bereichen Politik und Wissenschaft. Unsere Arbeit soll über die kommunalen Grenzen hinaus Bedeutung gewinnen. Dies erreichen wir sowohl durch regionale und überregionale als auch durch europäische Kooperationen. Nur partnerschaftlich gelingt es uns, Wissen und Erfahrungen nachhaltig zu bündeln. Hierdurch schaffen wir ein Kompetenznetz, mit dem wir eine breite Wirkung erzielen. Dies ist für die positive Wirkung unserer Arbeit und den Erfolg unserer Maßnahmen von entscheidender Bedeutung.
Nicht zuletzt sehen wir es wichtige Aufgabe an, möglichst viele Menschen von unserer Arbeit zu überzeugen. Wir möchten möglichst viele Bürger_innen dafür gewinnen, sich nach eigenem Wunsch ideell, materiell und/oder praktisch in unsere Tätigkeitsbereiche einzubringen, um damit einen wichtigen Beitrag für die zukunftsfähige und gerechte Gestaltung unserer Migrationsgesellschaft zu leisten.