Sprachliche Ermächtigung für Frauen: Wichtiger denn je!
Für viele geflüchtete Frauen in Deutschland ist Spracherwerb ein unerreichbarer Luxus.
Die sprachliche Integration von Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte wird in Deutschland massiv ausgebremst: Kaum KiTa-Plätze – oder viel zu weit entfernt.
Viele Mütter können deshalb jahrelang keine Deutschkurse besuchen. Nicht Wochen oder Monate – oft bis zu 4 Jahre Verzögerung.
Die Folgen? • Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe • Weniger Chancen auf Bildung, Arbeit und Selbstbestimmung • Höheres Risiko, in abhängigen oder sogar gewaltvollen Beziehungskonstellationen festzustecken
Und jetzt wird es noch härter: Durch neue Zugangsbeschränkungen des BAMF werden Frauen im Asylverfahren und viele Ukrainerinnen mit §24-Aufenthalt komplett vom zertifizierten Integrationskurs ausgeschlossen.
Das verschärft eine ohnehin bestehende geschlechterspezifische Benachteiligung – und widerspricht jedem Anspruch auf Gleichberechtigung und faire Chancen.
Was wir als InitiativGruppe dagegen tun: Seit Jahrzehnten öffnet unser Frauen-Projekt geflüchteten und migrierten Frauen den Weg zur Sprache – und damit zu Selbstbestimmung, Teilhabe und neuen Perspektiven.
Was wir anbieten: • Niederschwellige und speziell zugeschnittene Sprachkurse für Frauen • Kinderbetreuung parallel zum Unterricht – in unserer Kinderkrippe oder in eigenen Gruppen • Ein sicherer Raum, in dem Frauen lernen, ankommen und sich weiterentwickeln können
Ohne solcher Kurse für Frauen mit ihren Lebensrealitäten und mit verlässlicher Kinderbetreuung bleibt vielen Frauen der Spracherwerb faktisch verwehrt. Das darf nicht sein.
Frauen haben ein Recht auf Sprache.
Deshalb, unterzeichne die Petition "Zulassungsstopp für Integrationskurse zurücknehmen!“ gestartet von der "Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft“.